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Kurz-Charakteristik |
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Route |
Haltestelle Bad Reichenhall Kirchberg bis Thumsee |
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Gehzeit |
2 bis 3 Stunden |
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Höchster Punkt |
610 m |
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Höhenunterschied |
130 m |
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Schwierigkeitsgrad |
leicht |
Charakteristik
Leichte Wanderung mit vielen auch für Kinder interessanten Attraktionen. Auch in zwei Abschnitte vor und hinter Karlstein teilbar.
Anreise
Mit der Berchtesgadener Land Bahn stündlich aus beiden Richtungen zur
Haltestelle Bad Reichenhall Kirchberg. Wer auf der Strecke
Freilassing – Berchtesgaden zusteigt, erhält die Fahrkarte
ohne Aufpreis beim Zugbegleitpersonal. Wer die Fahrkarte an
einem ÖBB-Automaten löst, muss „Fahrkarte Inland mit
Zielwahl“ antippen und dann als Ziel Kirchberg eingeben.
Wanderung
Bei der Bahnhaltestelle Bad Reichenhall Kirchberg geht man am hinteren
Ende der Haltestelle (aus Fahrtrichtung Freilassing gesehen)
unter Bahn und Straße durch und dann über die Saalach. Am
Ende der Brücke geht man am Ufer flussaufwärts bis zur
Predigtstuhlbahn. Hinter der Talstation geht man durch einen
Torbogen mit der Aufschrift „Berghof Schroffen“ auf einem
Steig bis zum Berghof und dort über eine Stiege links hinauf
und bei den Wegweisern Richtung Kugelbachbauer. Nach gut
einem halben Kilometer kommt man zur Kreissenhöhle, einer
leicht begehbaren Kluft, entstanden durch Zerreißung des
Kalkhanges. Der Eingang in die Kluft ist unter der Stiege.
Nach dem „Höhlenbesuch“ geht man über die Stiegen hinauf und
sieht – durch ein Geländer gesichert – von oben in die
Kluft. Nach wenigen Metern steht eine Sitzbank. Von dort
sieht man auf den Unterwasserkanal des Saalachkraftwerks
hinunter. Es wurde 1910 bis 1914 gebaut und versorgt die
Bahnlinie mit Strom. Der Stollen führt vom Saalachstausee
576 m zum Kraftwerk, die Fallhöhe beträgt 21 m.
Nach gut einem halben Kilometer ohne viel Höhenunterschied gehen wir bei einer Abzweigung geradeaus Richtung Seemösl. Knapp hinter der Abzweigung informiert eine Tafel über die ehemalige Burg Vager, eine Salzburger Gründung im 12. Jahrhundert, die aber wie ganz Reichenhall bald unter bairischen Einfluss geriet.
Bei der nächsten Abzweigung gehen wir rechts (Richtung Karlstein bzw. Amalienhöhe). Bei den nächsten Wegweisern folgen wir rechts dem Wegweiser „Blick in die Reischlklamm“. Dieser kurze Abstecher führt über eine Brücke über eine trockengefallene tiefe Kluft. Dahinter sind nur mehr Steigspuren zur wasserführenden, teils eingebrochenen Klamm. Für Kinder mit Aufsicht bzw. in Begleitung ist das ein interessantes Gelände.
Wir gehen wieder über die Brücke zurück und folgen den Schildern zur Amalienhöhe, einem überdachten Aussichtsplatz. Dort queren wir den Salinenweg (Info-Tafeln) und gehen auf dem Güterweg hinunter nach Karlstein (Bushaltestelle; etwa stündlich besteht die Möglichkeit zur Rückfahrt nach Bad Reichenhall).
Bei der Ampel kann man die Straße überqueren und dann in der Schmalschlägerstraße in Serpentinen hinaufgehen, bis man ein Hochtal erreicht. Bei der Wegteilung beim Fagerhof (mit Fresken) nehmen wir den linken Weg und erreichen in wenigen Minuten den Ausgangspunkt für die Kirche Karlstein und die Burgruine. Mehrere Tafeln informieren über die Funde und Ausgrabungen einer bronzezeitlichen Siedlung in diesem Hochtal.
Rund 360 Stufen führen zur Wallfahrtskirche St. Pankraz hinauf. Die Kirche wurde um 1700 gebaut als Nachfolgerin einer mittelalterlichen Kirche. Durch ein Guckfenster sieht man am Hochaltar den Hl. Pankraz als Held mit Lanze. Die Legende berichtet von seiner Enthauptung bei der Diokletianischen Christenverfolgung.
Wem die ganze Wanderung zu lang ist, kann auf den Weg zur Kirche verzichten, weil diese meist geschlossen ist und man von der Ruine aus eine ähnliche Aussicht hat.
Der Anstieg zur Ruine beginnt ebenfalls im
Hochtal, ein direkter Weg von der Kirche zur Ruine ist wegen
steiler Wände nicht möglich. Der Bergfried-Turm, der
Torbogen, die Kapelle und die Zisterne sind noch gut
erhalten. Von der Ruine aus genießt man freien Ausblick in
alle Richtungen, so auch zum Thumsee. Nach dem Abstieg geht
man im Hochtal ein kurzes Stück nach Westen und folgt bei
einer Abzweigung nach links dem Schild „Seemösl 610 m“.
Beim Seerosenteich erreicht man die Straße und bald dahinter die Bushaltestelle, von der etwa stündlich die Möglichkeit zur Rückfahrt nach Bad Reichenhall besteht. Allerdings lockt der Thumsee: Am Nordufer kann man einkehren, baden und Boote ausleihen, auch die Wanderung rund um den See ist reizvoll. Am Nordufer gibt es eine weitere Bushaltestelle.
Rückfahrt
Ab Thumsee oder Karlstein bis Bad Reichenhall Bahnhof. Abfahrt vom Nordufer meist zur Minute .13; Bushaltestellen gibt es beim Seewirt, am Westende und am Ostende des Sees; hier stehen dann genaue Zeiten) bis Bad Reichenhall Bahnhof. Mit der Berchtesgadener Land Bahn stündlich nach Berchtesgaden und zwei Mal pro Stunde nach Freilassing - Salzburg.
In RVO-Bussen kann man bis Salzburg (auf Wunsch inklusive Obus) durchlösen.
Einkehrmöglichkeiten
Bäckerei von Haltestelle Kirchberg 50 m Richtung Innenstadt; Gasthaus
Moserwirt in Karlstein (von der Ampel 200 m neben der Straße
Richtung Thumsee); Alpengasthof Madlbauer am Nordufer des
Thumsees, mit Liegewiese am See, kein Ruhetag, aber im
Spätherbst und Winter nur tageweise geöffnet,
www.madlbauer.com
Karte
Gratis-Plan erhältlich an Werktagen im Kurgastzentrum
(südwestlich des Bahnhofs Bad Reichenhall).